Textile Fachbegriffe

Sie wollen den Unterschied zwischen Frottee und Frottier wissen? Sie möchten mehr über den Global Organic Textile Standard (G.O.T.S.) bei Bademänteln und Tuchwaren wissen? Sie interessieren sich für ein Handtuch mit Mäanderbordüre oder hätten gerne Badevorleger im Pikeedesign?

Das Floringo-Glossar weiß Rat

Von A bis Z erfahren Sie alles über Baumwolle, Indanthren-Farbstoffe, Frottierqualitäten und Gewichtsklassen. Und falls auch hier noch eine Ihrer Fragen unbeantwortet bleibt, dann rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Hier geht's zu unserem Kontaktformular.

A

  • Das AIRCO-Finishing sorgt bei unseren Handtüchern für mehr Weichheit und Volumen.
  • Optische Aufheller (umgangssprachlich: Weißmacher, auch Weißtöner) sind fluoreszierende Substanzen, deren Funktion die Steigerung des Weißgrads, insbesondere durch Kompensation des Gelbstichs, von Materialien ist.

B

  • Baumwolle: Die Baumwollpflanze ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Malvengewächse. Es gibt etwa 51 Arten in den Tropen und Subtropen. Baumwolle ist eine sehr alte Kulturpflanze. Ungewöhnlich ist, dass mindestens vier Völker möglicherweise unabhängig voneinander diese Pflanzengattung domestizierten. Zweimal geschah dies in Amerika und je einmal in Asien und Afrika. Aus den Samenhaaren wird die Baumwollfaser, eine Naturfaser, gewonnen.
  • BSCI steht für „Business Social Compliance Initiative“ und ist eine wirtschaftsgetriebene Plattform zur Verbesserung der sozialen Standards in einer weltweiten Wertschöpfungskette. Die BSCI bietet Wirtschaftsunternehmen ein systematisches Überwachungs- und Qualifikationssystem an, um die Arbeitsbedingungen von Menschen verbessern zu können.

D

  • DIN EN 14697: In der Norm sind die Eigenschaften und Prüfverfahren zur Beurteilung von neuen konfektionierten Frottierhandtüchern und neuen Frottiergeweben für den gewerblichen und häuslichen Einsatz festgelegt. Die Norm umfasst nur Frottiergewebe, sie gilt nicht für Handtücher im Bereich des Gesundheitswesens oder Rollenhandtücher für Handtuchspender.
  • DIN ISO 9001:2008: Die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist national und international die meist verbreitete und bedeutendste Norm im Qualitätsmanagement (QM). Eine Zertifizierung nach ISO 9001 ist für Unternehmen und Organisationen aller Größen und in allen Branchen möglich und bildet die Basis für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems (QMS). ISO 9001 legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest, die von Unternehmen umzusetzen sind, um die Kundenanforderungen sowie weitere Anforderungen an die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität zu erfüllen. Mit der Einführung eines QM-Systems kann zum Beispiel die Transparenz betrieblicher Abläufe erhöht werden, eine höhere Kundenzufriedenheit erzielt werden oder die Fehlerquote und somit Kosten gesenkt werden. Ein wesentlicher Grundsatz der ISO 9001 ist die Prozessorientierung. Ein prozessorientiertes QM-System begleitet alle wesentlichen betrieblichen Prozesse und stellt diese auf den Prüfstand. Dadurch können auch bei guten Organisationen Optimierungsmöglichkeiten aufgedeckt werden.

E

  • Etikett: Gewebtes oder gestricktes textiles Flächengebilde vorgeschriebener Abmessungen, auf dessen rechter Seite die festgelegten Angaben bezüglich des Artikels eingewebt oder gedruckt sind. Kann auch aus Papier in Form eines Hängezettels oder eines Klebezettels hergestellt werden.

F

  • Flor (oder auch Vlies) ist eine geordnete Lage von losen Fasern, welche von einer Karde abgenommen wird und normalerweise zum Spinnen von Fäden verwendet wird.
  • Floringo: Inhabergeführte Frottierfirma in Obersöchering, Bayern.
  • Frottee: aus dem Französischen frotter (ab-, ein-)reiben, ist ein Textilgewebe mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmem Griff, das hauptsächlich für Heimtextilien verwendet wird. Charakteristisch sind die Schlingen, die ein größeres Volumen des Stoffes ergeben und dadurch relativ viel Flüssigkeit aufnehmen können. Bei Frottee handelt es sich um Gewebe, das mit speziellen Zwirnen hergestellt wird, die bereits selbst Schlingen enthalten. Diese entstehen durch unterschiedliche Garnlängen, die miteinander verdreht wurden.
  • Frottier: Das Verb frottieren ist ein im 18. Jahrhundert aus dem französischen frotter entlehnter Begriff für "mit Tüchern abreiben, trockenreiben". Bei Frottierware handelt es sich um ein Zweikettengewebe, aufgebaut aus der straff gespannten Grundkette sowie der lose gespannten Polkette (oder auch Florkette), aus der durch eine besondere Verdichtung am Webstuhl Schlingen gebildet werden. Frottier ist deutlich dichter, stabiler und somit hochwertiger als Frottee - deshalb gibt es bei Floringo nur Frottierwaren!
  • Full-Body-Cut: Floringo-Bademäntel gibt es mit Full-Body-Cut. Das bedeutet, dass der Bademantel keine Seitennaht hat, weil er aus einem Stück gefertigt wurde.

G

  • Gewicht: Bei Frottierhandtüchern werden in Abhängigkeit von Fadenart, Fadenlänge und Webtechnik drei Gewichtsklassen unterschieden: leicht (350–499 g/m²), mittel (500–599 g/m²) und schwer (über 600 g/m²).
  • G.O.T.S.: Der Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde von international führenden Standardorganisationen entwickelt. So wurden weltweit anerkannte Richtlinien geschaffen, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten, angefangen von der Gewinnung der biologisch erzeugten Rohstoffe über eine umwelt- und sozialverantwortliche Fertigung bis hin zur transparenten Kennzeichnung, und damit dem Verbraucher eine glaubwürdige Qualitätssicherheit bieten. Seit seiner Einführung 2006 hat er bereits seine praktische Anwendbarkeit demonstriert. Getragen durch den steigenden Verbrauch von Biofasern und die nachdrückliche Forderung nach einheitlichen Verarbeitungskriterien für diese Fasern seitens Industrie und Handel hat der GOTS schnell eine weltweite Bekanntheit erlangt. Der Standard ermöglicht es der verarbeitenden Industrie, ihre Textilien aus Biofasern auf Basis einer Zertifizierung anzubieten, die in allen wichtigen Handelsmärkten anerkannt ist. Seit der Einführung des GOTS-Logos und -Lizensierungssystems findet sich der GOTS nicht nur in den Regalen der Naturtextilläden, sondern auch bei großen Händlern und Marken.

H

  • Hydrophil heißt wörtlich übersetzt "Wasser-liebend". Der hydrophile Charakter einer Substanz wird durch ihre Eigenschaft bestimmt, sich in Wasser zu lösen. Häufig wird statt hydrophil der Begriff lipophob (fettabstoßend) verwandt. Hervorgehoben wird bei dieser Bezeichnung die Eigenschaft verschiedener Moleküle oder Molekülgruppen, sich in Fetten, Ölen oder fettähnlichen Substanzen nicht zu lösen. Verbindungen, die sowohl hydrophile als auch hydrophobe Gruppen tragen, werden als amphiphil bezeichnet.

J

  • Jacquard-Webung: Die Jacquardmusterung ist eine Bindungstechnik, die eine wesentliche Erweiterung der Gestaltung von Web- und Maschenware ermöglicht. Joseph-Marie Jacquard, ein französischer Weber, erfand 1805 eine Vorrichtung, mit deren Hilfe man jeden Kettfaden an der Webmaschine steuern und somit Muster von mehrfacher Größe und Vielfalt weben konnte. Dadurch konnten erstmals endlose Muster von beliebiger Komplexität mechanisch hergestellt werden. Seine als Jacquard-Webstühle bekannt gewordenen Apparate waren die ersten, die Lochkarten zur Mustergenerierung verwendeten. Mit ihnen konnten fast beliebig komplizierte Musterungen ins Gewebe eingewoben werden.
  • Jersey ist ein weicher, oft elastischer Stoff, gestrickt oder gewirkt, aus Garnen, aus Viskose oder Viskosemischungen, Wolle oder Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide. Er wirkt ähnlich einem Gewebe mit leichter Rippenmusterung. Der Name stammt vermutlich von der größten und bekanntesten der Kanalinseln, der Insel Jersey. Jerseystoff wird hauptsächlich für Bekleidung wie T-Shirts und Unterwäsche oder für Bettwäsche verwendet. Nach Strickart werden folgende Arten von Jersey unterschieden: Single-Jersey, Double-Jersey, Interlock-Jersey, Jacquard-Jersey oder Cloqué-Jersey.

K

  • Kardieren nennt man die erste Ausrichtung der losen Textilfasern zu einem Flor oder Vlies. Maschinen zum Kardieren werden Krempel oder Kardiermaschine oder einfach Karde genannt. Davon zu unterscheiden ist das Kämmen von Langfasern und das Aufrauhen von Geweben durch Kratzen.
  • Kimono (dt. "Anziehsache" von kiru = anziehen und mono = Ding) ist ein traditionelles japanisches kaftanartiges Kleidungsstück, welches durch einen breiten Gürtel zusammengehalten wird.
  • kontrolliert biologischer Anbau (kbA)  muss genau festgelegten Ansprüchen genügen, die in der Landwirtschaft eingehalten werden müssen. Ansonsten darf diese Bezeichnung in der Europäischen Union nicht geführt werden. Eine Landwirtschaft, in der kontrolliert biologischer Anbau praktiziert wird, will die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Laut "Lebensmittellexikon" wird daher auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, mineralischen Düngern und Gentechnik verzichtet, die in der konventionellen Landwirtschaft gang und gäbe sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Felder nur mit Jauche, Mulch und sogenanntem Gründünger fruchtbarer gemacht und zur Schädlingsbekämpfung Insekten eingesetzt werden. Kontrolliert biologischer Anbau will jedoch nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch dafür sorgen, dass die Produkte mit möglichst wenig Schadstoffen belastet sind.
  • Küpenfärberei: Die Küpenfärberei bedient sich in der Regel wasserunlöslicher Farbstoffe zum Färben von Textilien auf Cellulosebasis. Obwohl diese Farbstoffklasse auch Affinität zu Protein- bzw. Polypeptidfasern (Wolle, Seide aber auch Polyamid) zeigt, findet sie heute fast ausschließlich auf Baumwolle und Leinen Verwendung.

L

  • Lager: Das Floringo-Lager in Obersöchering umfasst mehr als 10.000 fertige Frottierprodukte. Deshalb können wir Aufträge flexibel und schnell annehmen und bearbeiten.

M

  • Mäander ist die Bezeichnung für eine Flussschlinge in einer Reihe von Flussschlingen. Eine isolierte Flussschlinge im Flusslauf wird dagegen nicht als Mäander bezeichnet. Das Wort Mäander stammt vom griechischen Namen Μαίανδρος (Maiandros) für die Flüsse Menderes (Großer Mäander und Kleiner Mäander) in der westlichen Türkei. Der Mäander ist außerdem ein seit der Jungsteinzeit verwendetes orthogonales Ornament. Mäander finden sich zum Beispiel in den Bordüren von Gewändern oder als strukturbetonendes Relief und als Fries in der Architektur. Es gibt sie aber auch in der pompejianischen Wandmalerei, beispielsweise in der Villa Mysterii in Pompeji. Mäander sind ursprünglich Kennzeichen einer griechischen Kunst. Sie wurden immer wieder auch als Fries verwendet. Für Tapeten gibt es sehr viele Dekorstreifen mit dem Motiv Mäander. In der griechischen Antike steht dieses Ornament für die Erlangung der Ewigkeit. 

N

  • Eine Naht ist eine Stelle, an der zwei oder auch mehr Lagen Textilien zwecks Ansetzens oder Verbindens miteinander verbunden werden. Die Naht entsteht durch Nähen, Verkleben oder durch eine andere Verbindungsart. Je nach dem Nähverfahren werden die Rechts/Links-Naht, die Einfassnaht, die Überlappungsnaht, die Versäuberungsnaht und eine Reihe spezieller Nähte unterschieden.

O

  • OE-Garn hat eine um 20 bis 30 % niedrigere Reißfestigkeit als Ringgarn und kommt deshalb bei Floringo nicht zum Einsatz.
  • Öko-Tex Standard 100: Ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Die Schadstoffprüfungen umfassen: gesetzlich verbotene Substanzen, gesetzlich reglementierte Substanzen, bekanntermaßen gesundheitsbedenkliche (jedoch noch nicht gesetzlich geregelte Chemikalien) sowie Parameter zur Gesundheitsvorsorge. In ihrer Gesamtheit gehen die Anforderungen deutlich über bestehende nationale Gesetze hinaus.

P

  • Pikee ist ein meist baumwollenes Gewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Es erscheint wie gesteppt (piqué) und gehört zu den Doppelgeweben. Beim Weben werden zwei übereinanderliegende Ketten verwendet, von denen jede einen eigenen Einschuss erhält. Die Verbindung beider Ketten erfolgt dadurch, dass zeitweise einzelne Fäden der einen Kette in die andere verlegt und durch die Einschussfäden dieser Kette mit gebunden werden. Für das obere Gewebe, die rechte Seite oder den Grund verwendet man feineres Garn und doppelt so viele Fäden pro Zentimeter wie für das untere, das sogenannte Futter. Die Stellen oder Linien, in denen die beiden Gewebe miteinander verbunden sind, erscheinen zwischen den übrigen Teilen vertieft. Die Piqués sind entweder ganz weiß oder einfarbig und mit verschiedenen Mustern bedruckt, oder durch verschiedenfarbige Einschuss- und Kettenfäden gegittert, gestreift oder broschiert.
  • Polyester sind Polymere mit Esterfunktionen in ihrer Hauptkette. Zwar kommen auch in der Natur Polyester vor, doch heute versteht man unter Polyester eher eine große Familie synthetischer Polymere (Kunststoffe). Eine weitere Form ist das duroplastische ungesättigte Polyesterharz (UP), welches als preisgünstiges Matrixharz im Bereich Faserverbundkunststoffe verwendet wird. Außerdem lassen sich aromatische Polyester zu flüssigkristallinen Polymerketten anordnen, wodurch sich das Eigenschaftsprofil eines Hochleistungskunststoffes ergibt. Der erste synthetische Polyester Glycerinphthalat wurde im Ersten Weltkrieg als Imprägnierungsmittel verwendet; Alkydharze kamen als Glyptal bei General Electric in den 1920er-Jahren auf den Markt. Natürliche Polyester sind seit etwa 1830 bekannt. Als Textilfaser wurden sie in der Gruppe von Wallace Hume Carothers bei DuPont entwickelt, allerdings waren diese noch nicht hitzebeständig, was erst John Rex Whinfield Anfang der 1940er-Jahre in England gelang. Die erste solche Faser wurde bald nach dem Zweiten Weltkrieg als Terylene bei Imperial Chemical Industries produziert.
  • Polyurethan: Eine der wichtigsten Anwendungen von Polyurethanen ist der Einsatz in Lacken und Beschichtungen. Hier werden Polyurethane wegen ihrer guten Haftungseigenschaften als Grundierungen und wegen ihrer hohen Beständigkeit gegen Lösemittel, Chemikalien und Witterungseinflüsse als Deck- und Klarlacke in vielen Anwendungsbereichen verwendet. Des Weiteren zu nennen sind Textilbeschichtungen und -Ausrüstungen sowie Lederzurichtungen.
  • PU-Beschichtung: Als Textilbeschichtung wird der Auftrag einer sichtbaren Kunststoffschicht auf einen textilen Untergrund bezeichnet. Ziel dieses Verfahrens ist eine Veränderung der physikalischen Eigenschaften des Trägermaterials, etwa Wasserdichtheit, mechanische Festigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Lichtechtheit, Abriebfestigkeit, Gas- und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit, Design, Aussehen, Haptik, Oberflächengestaltung und Volumengebung. 

Q

  • Qualität: Man unterscheidet bei Frottier vier Grundqualitäten: Walk-Frottier, Zwirn-Frottier, Velours-Frottier und Wirk-Frottier.

R

  • Raglanärmel sind eine besondere Schnittform von Ärmeln. Der Schnitt schließt die Schulterpartie ein und die Nähte verlaufen schräg in die Kragennaht bis zum Halsansatz. Benannt ist diese Ärmelform nach Lord Raglan (1788–1855). Die Bezeichnung tauchte erstmals um 1862 in der englischen Literatur auf. Lord Raglan hatte in der Schlacht von Waterloo einen Arm verloren und war Feldmarschall im Krimkrieg. Bei diesem Feldzug trug er einen Mantel, bei dem die Ärmel nicht an den Schultern angesetzt, sondern schräg an der Kragennaht befestigt waren, was ihm mit nur einem Arm das Anziehen des Mantels erleichterte.
  • REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie ist seit 2007 in Kraft und soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen. Sie soll gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Das Kürzel „REACH“ leitet sich aus dem englischen Titel der Verordnung ab: Regulation concerning the Registration , Evaluation , Authorisation and Restriction of CHemicals. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt.
  • Die Reaktivfärbung beruht auf der 1954 gemachten Entdeckung, dass sich bestimmte Farbstoffe mit einem Dichlortriazin-Rest unter alkalischen Färbebedingungen durch kovalente Bindungen an die Faser binden und damit sehr waschechte Einfärbungen liefern können. Aufgrund der geringen Molekülgröße lassen sich mit dieser für Baumwolle, Wolle, Polyamid- und Viskosefasern geeigneten Färbung brillante und sehr waschfeste Farben mit hoher Sättigung erzielen.
  • Ringgarn: Am weitesten verbreitet in der Garnherstellung ist das Ringspinnen. Eine wichtige Randbedingung für den Prozess ist, abhängig vom versponnenen Material, die im Produktionsraum herrschende Luftfeuchtigkeit.
  • Rotorspinnen (auch OE-Rotor-Spinnen, engl. open end) wurde 1955 von Julius Meimberg neu eingeführt. Es ist noch immer weniger verbreitet als das Ringspinnen. Rotorspinnen eignet sich für steifere Fasern mit geringer Neigung zum Kräuseln. Rotorgarn (oder OE-Garn) hat etwa 20 bis 30 % weniger Festigkeit als Ringgarn. Deshalb kommen bei Floringo nur kardierte Ringgarne zum Einsatz.

S

  • Der Schalkragen ist eine runde Kragenform, bei der Oberkragen und Revers nahtlos miteinander verbunden sind. Zwei schalähnliche Streifen laufen von der hinteren Kragenmittennaht aus im Oberkragen um den Ausschnitt der Bekleidungsoberteile für Damen und Herren herum und kreuzen sich vorn am Verschluss, normalerweise in Brusthöhe. Die Form kann je nach Mode breiter, schmaler, gerollt, hochgestellt, umgeschlagen usw. gestaltet werden. Wegen der eleganten und dekorativen Wirkung wird die Form häufig für Pelze und Pelzbesätze verwendet.
  • Scheren: die Oberfläche von etwas ausgleichen, indem übermäßig hochstehende Fasern abgeschnitten werden.
  • Spinnen bezeichnet die Herstellung von Garn. Die wichtigsten Kenngrößen eines gesponnenen Garnes sind neben der verwendeten Faser das Gewicht pro Länge (Garnfeinheit) und die Festigkeit (Bezugsdehnung/Reißkraft). Grundsätzlich gilt: Je feiner das Garn, desto feiner die verwendeten Fasern und desto aufwendiger der Spinnprozess. Daher: Je feiner das Garn, desto teurer.

T

  • Ton-in-Ton: Die Bezeichnung für die Musterung von Geweben und Maschenwaren, deren farbige Abstimmung des Musters und des Fonds sich nur in einem ganz geringen Maße unterscheidet und auf den gleichen Ton gefärbt ist, nur in einer etwas satteren Farbe. Manchmal werden auf diese Art auch bestimmte Effekte bezeichnet, die bei einfarbigen Geweben durch die Bindungstechnik erreicht werden.
  • Tuch: Mittelschweres bis schweres wollartiges Gewebe mit fülligem und weichem Griff und verschleierter Oberfläche, in manchen Fällen mit einem dezenten Glanz. Die Bezeichnung wurde vom Altslavischen súkati-soukati = Spulen (im Tschechischen) abgeleitet. Ursprünglich handelte es sich um eine allgemeine Bezeichnung für Wollgewebe.

U

  • Uni: Bezeichnung für Textilien in einer Farbe, die jedoch eine plastische gemusterte Oberfläche, erreicht mit Hilfe der Bindungsart, haben können.
  • Unisex: Ein modischer Bekleidungsstil, bei dem die Bekleidung des Mannes und der Frau im gleichen Stil gehalten ist. Die Einheit besteht nicht nur in der Bekleidung, sondern auch in der Frisur (lange Haare der Männer) und in einem bestimmten Stil der dekorativen Elemente (z.B. Ohrringe). Es handelt sich um eine modische Richtung an der Wende der 60er- und 70er- Jahre des 20. Jahrhunderts. Seit dieser Zeit verschiedenartig wieder aktuell, zeitweise als zweckorientierte Partnerbekleidung im sportlichen Stil.

V

  • Velours-Frottier hat eine weiche Oberfläche, da die Schlingen aufgeschnitten sind.
  • Viskose: Die Verwendung von Viskosefasern ähnelt wegen der gemeinsamen Basis Cellulose und den damit verbunden Eigenschaften der von Baumwollfasern. Wegen der viel größeren Variationsmöglichkeit in der Fasergeometrie (Länge, Kräuselung, Feinheit, Querschnittsform) übertrifft sie aber in vielen Anwendungseigenschaften die von Baumwollfasern. Bedeutend für die Verarbeitung und damit für die Verwendung ist auch, dass aus Viskose nicht nur Spinnfasern wie bei Baumwolle zur Verfügung stehen, sondern Endlosfasern hergestellt werden können.

W

  • Walk-Frottier ist weich und flauschig. Seine Fülle verdankt es lockeren Schlingen aus weichen Garnen. Sein Vorteil ist die hohe Saugfähigkeit.
  • Wirk-Frottier wird nicht gewebt, sondern gewirkt und vereint gute Saugfähigkeit, leichte Massagewirkung, Schlingenfestigkeit und Weichheit.

Z

  • Zwirn ist eine linienförmige Textilie, die aus mehreren zusammengedrehten Garnen besteht. Ein Zwirn hat eine wesentlich höhere Reißfestigkeit als die nicht verzwirnten Einfach-Garne zusammen.
  • Zwirn-Frottier ist fest im Griff. Durch die gezwirnten Schlingenfäden hat es einen hohen Massageeffekt.